Kategorien

 

September 2010
M D M D F S S
« Jun    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Besucherscanner

9. Run and Bike Neuzelle 2010

Glückliche Gesichter am Startnummerstand

Mit einer kleinen Verspätung gibt es hier nun die Auswertung des 9. Run and Bike Neuzelle 2010. Dieses Jahr konnte ich selbst leider nicht an den Start gehen, jedoch haben mich meine Freundin und andere Bekannte würdig vertreten. Wie im letzen Artikel von Tino Drabek schon erklärt, handelt es sich hierbei um einen “Duathlon” der besonderen Art. Ein Team aus zwei Sportlern überwindet eine Strecke von 42km oder 100km. Mit dabei der treue Drahtesel, der von einem der beiden Läufer immer zur aktiven Erholungspause genutzt werden kann. Dieser muss dabei aber immer hinter oder neben dem Läufer fahren, damit man nicht mit etwas Vorsprung zum Stillstand kommen kann. Der Wechsel, der dann nach eigenem Ermessen erfolgt, muss dann auch auf gleicher Höhe geschehen, was von Kampfrichtern auf der Strecke ständig kontrolliert wird. Dieses Jahr waren rund 600 Läufer, also 300 Teams, dabei in allen Kombinationen.

Das neue Team "No Limits"

Dieses System zieht nicht nur Profisportler von weit her in das wunderschöne Neuzelle, unweit von der Oder, sondern bringt jedes Jahr auch viele “Nicht-Sportler” dazu sich auf ein wildes Abenteuer einzulassen. Ich selbst stand 2008 zum ersten Mal in meinem Leben an einer Startlinie bei eben genau diesem Wettkampf. Die Erfahrung, die man hier sammelt, ist mit keinem Marathon oder Halben zu vergleichen. Auf der Website www.run-and-bike.com findet man noch mehr Informationen über die Entstehung der Eventidee und dem immer wieder reichlichen Rahmenprogramm um das Ereignis.

Ein besonderes Highlight für mich war, wie oben schon erwähnt, die Teilnahme meiner Freundin Christiane Krull mit ihrer ehemaligen Klassenkameradin Christina Stern. Als die beiden Mädels im letzten Jahr den Entschluss fasten, auch einmal die 42km von Neuzelle anzupacken, bin ich noch mit einem leichten Schmunzeln an die Sache herangegangen. Nach dem “extremen” Trainingsaufwand hat sich diese Einstellung bis zum Start auch nicht wirklich geändert. :P  Was ich jedoch vom Strassenrand aus sah, ließ mich aus dem staunen nicht mehr herauskommen.

Die unerwarteten Dauerbrenner

Blog: Hallo Christiane, hallo Christina. Wie sahen den eure Vorbereitung auf das 9. Run and Bike 2010 aus.

Christiane/Christina: Unser Training ist leider etwas dürftig ausgefallen. Die Idee zur Teilnahme kam uns auch erst im Februar, bei einem dicken Stück Kuchen. Wir sind jedes Jahr begeisterte Zuschauer gewesen und wollten es nun einmal selbst versuchen. Aufgrund Christinas langanhaltenen Krankheit und meinem Prüfungsstress fehlte es letztendlich an ausreichender Vorbereitung. Wir wollten aber dennoch unbedingt an dem großen Event teilnehmen.

Blog: Was war das für ein Gefühl war das, mit so vielen Sportlern zusammen? Wurden eure Erwartungen bezüglich des Laufs erfüllt?

Christiane/Christina: Wir standen seid um 7 an dem Klosterteich in Neuzelle und fragten uns ehrlich gesagt, was wir hier wirklich wollen. Hatten wir uns das wirklich gut überlegt? Doch als wir dann gemeinsam am Start standen, war alles verflogen und wir wollten nur noch loslaufen. Noch einmal der Blick zum Nebenmann, die übrigens alle sehr sportlich aussahen, und dann kam der Startschuss. Mit einem Lächeln im Gesicht ranten wir los. Unsere Euphorie behielten wir während des Laufens bei, vor allem weil unsere Familie an vielen Ecken standen und uns mit Musik und Klatschen kräftig unterstützen. Unsere Erwartungen an alle Zuschauer wurden übererfüllt. In jedem Dorf hingen Plakate und jeder Läufer wurde bejubelt.

Blog: Werden wir euch im nächsten Jahr wieder zusammen beim Run an Bike sehen?

Christiane/Christina: Lass uns mal schauen, ob wir bis dahin wieder laufen können :)

Getränkeversorgung durch Helfer

Beide haben die Strecke in 4 Stunden und 35 Minuten geschafft und meine Ewartungen bei weitem übertroffen. Tino Drabek und Philipp Zacharias, der in diesem Jahr meinen Platz im Team “No Limits” eingenommen hat, konnten mit einer guten Zeit von 3:23 Stunden einlaufen. Dies war zwar 4 Minuten langsamer als im letzten Jahr, was meiner Meinung jedoch der extremen Witterung zuzuschreiben war. Von früh an regnete es im Oderland, was so manchem an die Konsistenz ging. Aufgegeben hat dennoch keiner und für alle war es ein ganz besonderer Tag.

Alle Fotos dieses Tages gibt es hier in der Fotogalerie in der Kategorie “Ich als Streckenfotograph” zu sehen. Originale kann ich gern per eMail versenden.

Mfg Paule

——————————————————————————————————————————————————————————————————–

Interview mit Tino Drabek

Tino und Ich beim Run and Bike 2009

Heute möchte ich euch einmal einen Läufer aus meinem Freundeskreis vorstellen, der morgen am 9. Run and Bike Neuzelle 2010 teilnehmen wird. Mit Ihm faste der Begriff “No Limits” das erste mal Füsse, als wir das gleichnamige Team zum 7. Run and Bike 2008.

Hallo Tino,

ersteinmal möchte ich mich bedanken, das du Dir kurz Zeit für unser kleines Interview genommen hast. Morgen, so kurz nach dem Männertag, steht ein für Dich sehr beliebtes Jahresevent an.

Blog: Kannst du den Lesern einmal kurz das Grundprinzip von “Run and Bike” erklären?

Tino: „Hey Paul, dir gilt Dank für die Einladung zum Interview. Das Prinzip von Run & Bike ist schnell erklärt: Ein Team besteht aus einem Läufer und einem Radfahrer. Dabei teilen sich die beiden Triathleten ein Rad. In Eigenregie, nach Ermessen, Gefühlslage oder vorher festgelegten Punkten, wechseln die jeweiligen Teampartner selbstständig untereinander die „Disziplinen“. Im Idealfall läuft und fährt jeder somit die halbe Distanz. Dabei handelt sich um eine 42km oder 100km Strecke. Während des kompletten Rennens darf so oft hinund her gewechselt werden wie es das Team für richtig hält.“

Blog: Run and Bike zieht jedes Jahr immer wieder viele neue und alte Gesichter an. Wie kommt man dazu bei so einen Wettkampf der anderen Art teilzunehmen?

Tino: „Das mag verschiedene Gründe haben. Aber ganz klar ist, dass die körperliche Fitness einen entscheidenden Stellenwert in unserer Gesellschaft eingenommen hat. Mag es durch Werbekampagnen des Bundes „Deutschland bewegt sich!“ und Lebensmitteln von „extra light“, „kalorienarm“, „isotonisch“, „leistungssteigernd“ „ausdauerkräftigend“, „vitaminhaushaltdeckend“, bis hin zu „Bio-Food“ einen entscheidenden Schub bekommen zu haben. Die fetten Fast-Food-Jahre sind klar vorbei. An manchen Arbeitsplätzen wird Sport in der Mittagspause angeboten, andere Arbeitgeber finanzieren Sauna-, Schwimmhallen-und Fitnesscenteraufenthalte. Und in wieder anderen Berufszweigen ist Sport in verschiedensten Ausführungen auch auf dem Dienstplan wiederzufinden. Wer sportlich aktiver ist, bleibt gesünder, leistungsfähiger, fällt nicht so oft krankheitsbedingt aus, ist ausgeglichener, wirkt dem Alterungsprozess entgegen,…denn ganz klar ist: Wer rastet der rostet. Gerade die Bürger der Midlife-Crisis versuchen aber auch dem alt werden zu entfliehen. Denn noch nie war Sex-Appeal entscheidender als im 21.Jahrhundert. Wer etwas erreichen will, muss aus der Menge herausstechen, sich absetzen und das in jeglicher Hinsicht.

Bei den jungen Leuten ist es bei solchen Veranstaltungen eher der Unterhaltungswert der sie dazu bewegt an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. Ganz außen vor sind Vereinsleichtathleten in dessen Augen diese Veranstaltung so wie Weihnachten und Ostern im Jahresablauf dazu gehört. Traditionell findet Rund and Bike immer am folgenden Wochenende des Männertages statt. Ganz klar hatsich Run & Bike über die Jahre entwickelt, weil es den Teilnehmern von Grund auf gefällt und sie den Tag durchaus unterhaltsam begleitet werden, was die sehr gute Organisation auszeichnet! Somit ist aus einem kleinen regionalen Event eine „Großveranstaltung“ geworden, die auch Sportler aus entfernteren Teilen wie Berlin, Cottbus, Eberswalde,…anzieht.“

Blog: Wie hast du Dich sportlich auf morgen vorbereitet? Konntest Du dein Bier zum Männertag mit gutem Gewissen genießen?

Tino: „Bier ist nicht zwingend etwas negatives für den Körper. Nein ich wollte jetzt damit nicht die allgemeine Männer-Weisheit, das 7 Bier auch 1 Schnitzel sind, einleiten. Sondern ein Beispiel geben ohne jetzt explizit Werbung machen zu wollen. Viele Bierkonzerne bieten Hefeweizen an, einige von ihnen sogar alkoholfreies Hefeweizen. Dieses Bier ist sehr kalorienarm, isotonisch zu gleich und ohne Alkohol. Das wird gerne von den Sportlern verzehrt. Ich mag es in folgender Zusammensetzung: 70% Hefeweizen und 30% Bananensaft. Dieses Bananenweizen ist mein absoluter Favorit und sättigt zugleich. Demnach kannst du dir sicher sein das ich mir mit meinem kreativen Bier hab den Gaumen kitzeln lassen.
Leider muss ich die gestehen in puncto Vorbereitung in den letzten Wochen arg nachgelassen zu haben. Grad in den Semesterferien war ich noch mehrmals wöchentlich Inliner auf dem Damm gefahren, schwimmen gewesen, Radtouren unternommen,…um die Kondition auf ein entsprechendes Level zu treiben. Danach folgten fast sportfreie Wochen. Demnach war ich voriges Jahr, auch im Interesse meines Arbeitgebers, bedeutend besser vorbereitet. Jedoch sollte ein gesundes Gemisch aus Ausdauer, Kraft und psychischer Einstellung vorliegen.“

Blog: Du läufst ja nun zum dritten Mal bein Run and Bike Neuzelle mit. Welche Tipps und Tricks kannst du für deratige Wettkämpfe in punkto Ernähnrung, strategische Einteilung und Selbstmotivation geben?

Tino: „Ha du bist mir vielleicht ein Witzbold. Ich glaube nicht, dass ich wissenschaftlich auf dem Niveau eines guten Fitnessbuches mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Aber du sagtest es schon, morgen werde ich zum dritten Mal an diesem Event teilnehmen. Eigentlich geh ich ja traditionell mit dir an den Start und versuche dem Namen „No Limits“ gerecht zu werden. Doch bei dir war das dieses Jahr gesundheitsbedingt ja leider nicht möglich. So kam es dazu, dass unser guter Freund und aktiver Fußballmitglied Philipp Zacharias morgen als mein Partner agiert und du tatkräftig am Straßenrand mitwirkst. Ich hoffe morgen wird ein guter Tag! Ich versuche einmal die für mich elementaren Punkte in der Rubrik „Tipps und Tricks“ stichpunktartig darzulegen:

Schweiss des Sieges

-am Abend zuvor sollten die Energiespeicher aufgefüllt werden, sodass sie am nächsten abrufbar sind. Daher mein Tipp: Mit dem Partner und Freund/Freundin zusammen Nudeln mit Tomatensoße kochen und eventuelle Absprachen treffen.

-Radwechsel üben, das geht anfangs nicht so fließend wie es immer ausschaut. Mein Tipp: Leichtgängiges Rad, was dem entspannten Fahren gleichkommt. Ganz wichtig dabei ist ein funktionierendes Tachometer, um Selbstanalyse des Laufens zu betreiben.

-Die Frage „Was nehme ich mit?“. Mein Tipp: Rucksäcke vermeiden. Für jeden maximal 2,5 Liter einplanen, Powerriegel und Bananen, für jeden mit maximal 800Gramm Nahrung rechnen, einpacken. Günstig ist es vorne am Fahrrad ein Korb zu haben, um den Rucksack sich sparen zu können. Bedingt verpflegen könnt ihr euch auch an den Kontrollpunkten, die sind für den Radfahrer besser geeignet als für den Läufer.

-zieht entsprechende Sportsachen an, seit ehrgeizig, setzt ein Lächeln auf und freut euch letztlich ins Ziel gekommen zu sein

-Setzen realistischer Ziele. Mein Tipp: Vereinssportler bewegen sich auf einem anderen Leistungsniveau als Nichtsportler und Amateursportler. Gerade beim ersten Mal könnt ihr mit einer Zeit von 3h40min durchaus zufrieden sein, wobei eine Position unter den ersten Hundert absolut als Maßstab nehmen lässt. Seit euch bewusst überholt zu werden und nicht in den Top Ten einzulaufen. Schreibt euch nicht fest vor, alle 2km bspw. zu wechseln. Sondern entscheidet es aus dem Gefühl heraus. Manch einmal ist man so gut im Rhythmus, dass es sich für Blödsinnig erachtet zu wechseln, genauso wenn einem die Puste förmlich wegbleibt und man nicht in Fahrt kommt. Agieren-Reagieren! Ganz klar, es ist eine Teamleistung!! Ihr habt ein Mund und seit der deutschen Sprache mächtig, also sprecht euch ab! Der Radfahrer kann durchaus den Läufer mit Motivationssprüchen pushen und das Leistungsniveau leicht steigern. Aber auch Familie, Freunde / Freundinnen sollte an diesem Tag nicht fehlen. Sie am Streckenrand zu sehen, ermutigt das Weitermachen! Ihre Zurufe, Ihr Lächeln, Ihre Gesten geben mir enormsten Rückenwind. Danke dafür!“

Blog: Dann bleibt mir nur noch Dir viel Glück für morgen zu wünschen. Ich werde als Streckenfotograph vor Ort sein und bestimmt das ein oder andere Foto von Dir machen.

Weitere Details über das Event und aktuelle Fotos gibts morgen gleich nach dem Lauf.

Mfg Paule

Warum ist es hier so still geworden?

Mein Comeback

Diese Frage haben sich vielleicht einige von euch schon gestellt. Über meine schleche Umstände in der letzten Zeit wissen ja bestimmt viele bescheid. Ich darf nun zwar endlich wieder Sport treiben, jedoch mit einer sehr bitteren Limitierung. Bei letzten Arztbesuch schrieb mir mein Sportdoktor vor, bei jeglichem Training nicht über 130-135 Herzschläge pro Minute zu kommen. Jeder der mit Pulsuhr läuft, wird meine Demotivation schnell verstehen. Bei einem Testlauf mit Jens mussten wir sogar Gehpausen einlegen, weil ich selbst im “kleinsten Gang” teilweise über das Limit kam.

Aus diesem Grund war ich in den letzen Woche kaum sporteln. Aber nun steht ja bald die Dresdner Team Challenge an, bei der ich mit drei Kollegen meiner Arbeitsstelle angemeldet bin. Dabei handelt es sich um einen 5km Wettkampf, den man im Team aus 4 Personen absolviert. Das wird dann sozusagen mein kleines Comeback. Zeit wird es das ich wieder in die Gänge komme, dem vom rumsitzen und gammeln wird nichts besser. ;)

Mfg Paule

Hoch auf den Mount Everest

Die "schweisstreibende" Treppe

Samstag und Sonntag war ich mit meinem Laufkollegen Jens Friebe bei einem Sportevent der Superlative. In Ort Radebeul am Rande Dresdens fand ein Ultramarathon statt, der seines gleichen sucht. Der 6. Mount Everest Treppenmarathon zieht jedes Jahr viele Läufer und noch mehr Zuschauer auf den ansehnlichen Weinberg mit seiner “schweisstreibenden” Treppe. Laut Angaben der Veranstalter soll man, wenn man die Treppe mit ihren 397 Stufen 100 mal hoch und runter gelaufen ist, einmal auf dem Mount Everest (insgesamt 8848 Höhenmeter) gewesen sein. Wir reden hier von einem Doppelmarathon mit 84,390 km. Nach dem Start Samstag um 16 Uhr, hatte jeder Läufer dafür 24 Stunden Zeit die unzähligen Stufen zu bezwingen.

Ulf Kühne

Wenn ich mich recht entsinne waren es 46 Teilnehmer, die nach dem Startschuss ihr Glück versuchten. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch keiner das es nur ca. die Hälfte schaffen sollte. Ich selbst habe eine Stunde vor dem Start versucht, die Stufen einmal bis nach oben zu sprinten. Ich bin bis zu Hälfte gekommen… mehr ging einfach nicht. Die Sportler die 24 Stunden auf der Treppe verbringen sollten, gingen den Aufstieg um einiges ruhiger an. Im Prinzip wurde die Treppe gemütlich hinaufgegangen. Jedoch 100 mal… das hat eigentlich nichts mehr mit Gemütlichkeit zu tun.

Ein Teilnehmer den ich durch Jens kennengelernt habe, war Ulf Kühne der im vergangenen Jahr den zweiten Platz erreicht hatte. Allein im Training ist er die Treppe schon an die 400 mal hoch und runter gelaufen. Schon Wochen vorher wurde er in den lokalen Medien als der Favorit gehändelt. Genau so stelle ich mir einen Spitzensportler vor. Aber da er Baujahr 1970 ist, habe ich noch die Hoffnung auch mal auf dieses Level zu kommen. :P Mehr Infos zu Ulf und seine sportliche Geschichte findet ihr auf seinem sehr lesenswert Blog. >>klick<<

Aber Ulf war ja nicht der einzige Teilnehmer. Auf der Strecke sah man wirklich Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Vom Spitzensportler frisch vom “marathon de sable” über lustigen Zuschauermotivator “Hupsi” bis hin zur jungen unscheinbaren “Anne Marie”.

Parralel zu diesem Hauptevent, fand auch eine 3er und 11er Staffel statt. Bei der letzteren trat auch Jens im Team “Oberelbemarathon & Friends” gegen die viele Stufen zum Gipfelkreuz an. Auch im Training ist er die Treppe schon gelaufen und hatte dementsprechend den nötigen Respekt am Start. Jeder der 11 Staffelläufer musste einmal runter, um die entfernte Wendeschleife laufen und wieder nach oben um dem nächsten Läufer den Transponder in die Hand zu drücken.

Staffelteam “Oberelbemarathon & Friends”

Ulf hat am Ende wieder den zweiten Platz erreicht, was wirklich eine große Leistung ist. Den ersten Platz machte ein Schweizer dessen Namen ich mir leider nicht notiert habe. Das Staffelteam “OEM & Friends” rockte mit Jens den ersten Platz. Meiner Meinung nach war aber jeder der diese 24 Stunden mit hundert Runden in den Knochen überlebt hat, eine wahrer Sieger!!!

mfg Paule

Die ersten Schritte meines neuen Lebens!!!

… ich fühle mein Herz, wie es gleichmäßig in meiner Brust pocht. Ein zucken geht durch meine Beine. Die Schuhe drücken wie zu eng geschnürrt… viel zu lange standen sie im Regal. Ich habe nicht vergessen wie salzig Erfolg schmeckt, wenn er mir vom Gesicht läuft…

ICH LAUFE WIEDER!

Ich habe gerade meine ersten 5km, nach meiner Hypertonie Diagnose gedreht. Es kommt mir schon eine Ewigkeit vor… dabei ist es nicht mal vier Wochen her. Meine Laufschuhe saßen heute so straff, als ob sie mir böse wären, dass ich sie so lange hab stehen lassen. Es war schon ein komisches Gefühl. Ich bin noch nie zuvor mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln zur Laufstrecke. Früher habe ich schon den Weg dort hin, zum Aufwärmen genutzt. Nun ist alles ruhiger geworden. Aber das Feuer brennt immer noch, das habe ich heute eindeutig gespürt. Alle Läufer die früher zu mir aufgesehen haben, sind mir nun zwar weit voraus, aber eins sage ich euch…

NEHMT EUCH IN ACHT, EIN NEUER LÄUFER IST IN DER STADT!!! ;)

-

Der Song zum Comeback >> Tommy Sparks – “She got me dancing”

Neustart bei 0%

Beispielbild Ultraschall Herz

Wer die letzten Artikel verfolgt hat, der weiß das ich heute beim Cardiologen war, um einen Belastungstest durchzuführen. Mein Arzt wollte prüfen wie mein Blutdruck sich unter körperlicher Belastung verändert um so Schlüsse für meine weitere sportliche Linie zu ziehen. Er schickte zu mich zu einem Top Cardiologen aus Dresden, bei dem ich alleine wahrscheinlich erst gegen Ende des Jahres einen Termin bekommen hätte. In der Praxis angekommen, sah ich viele Trikos und Bilder mit Danksagungen von Sportlern hängen. Ich wusste sofort, hier war ich richtig!!! ;)

Nach einer kurzen Wartezeit wurde ich in ein Behandlungszimmer mit einer Liege und einem Ultraschallgerät geführt. Hier sollte der Arzt später mein Herz um Monitor überprüfen. Wirklich eine sehr spektakuläre Sache sein eigenes Herz am Bildschirm schlagen zu sehen. Der Befund ging runter wie Öl. “Ihr Herz ist völlig in Ordnung. Es liegen keinerlei Schädigungen durch die Hypertonie vor.” Ein neuer Lichtblick in meiner Krankengeschichte.

Beispielbild

Danach wurde ich in ein weiteres Zimmer geführt in dem ein Fahrrad (ggrrr warum keine Laufband) und daneben eine Maschine mit einem Kran an dem viele Kabel mit Saugenden hingen. Erst wurde der Ruhepuls gemessen, anschließend ging es aufs Bike. Dabei muss man immer eine gleichbleibende Frequenz bei steigender Belastung treten. Laut Gefühl habe ich so 10 Minuten durchgehalten, bis die Schwester stoppte. Anschließend noch ein paar Minuten Ausruhen um zu sehen wie schnell man sich wieder erholt und fertig war der Belastungs EKG. Es war ein tolles Gefühl sich mal wieder auszupowern. ;)

Beim Auswertungsgespräch mit dem Arzt gab er mir zu verstehen, dass mein Herz durch die Hypertonie sich nicht meinem Training anpassen konnte. Leistungssportler haben große Leistungsstarke Herzen mit niedrigen Puls und Blutdruck werten. Diese Anpassung durch das Training, war bei mir durch die Hypertonie nicht möglich. Jetzt sind meine Medikamente gut eingestellt, sodass mein Blutdruck nun einen guten Wert hält. Im 24 Stunden EKG gab es zwar vereinzelt Blutdruckspitzen von 170/90, aber der Spezialist meinte das solche Hochpunkt akzeptabel währen. Darf ich mich halt beim XBox spielen nicht so mitreißen lassen. :P

Belastungs EKG

Fazit: Ich darf ab heute wieder laufen, muss jedoch bei Null wieder beginnen. Alle mein Erfolge im letzten Jahr gehören der Vergangenheit an. Mein Körper muss nun quasi erneut lernen sich den Belastungen anzupassen. Ich bin wieder ein Laufanfänger… aber ich darf wieder laufen das ist die Hauptsache. Und wenn ich fleißig trainiere und unter ärztlicher Absprache alles vorbereite, dann wird auch irgendwann ein Ultramarathon möglich sein.

mfg Paule

Auf Ärztetour durch Dresden

Ich berichte live aus Warteraum eines Dresdner Cardiologen. Vieles hat sich getan in letzter Zeit. “Mr. Limit RR170″ nimmt nun Tabletten gegen seinen Bluthochdruck. Gestern nahm ich ein 24 Stunden EKG in Empfang, das mir bis heute 08:21 regelmäßig den Oberarm zerquetschte.

Am Gürtel hatte ich einen kleinen Kasten, den ich liebevoll “neuer iPod” taufte. Daran war ein dicker Schlauf befestigt, den ich hinten um den Hals gelegt bekommen habe. Dieser ging auf der anderen Seite wieder runter und mündete in eine allseits bekannte Armmanchette, die jeder von normalen Blutdruckmessen kennen müsste. Am Tag wurde es dann alle 20 min und Nachts jede Stunde aufgeblasen. Ein wirklich schönes Gefühl wenn der Druck langsam nachlässt. :P Die Auswertung heute früh war jedoch eher ernüchternd.

Anhand des Diagramms kann man sehen das trotz des Medikaments noch eindeutige Blutdruckspitzen im Tagesablauf vorhanden sind, die sich auf lange Zeit schädlich auswirken. Höhepunkt hatte ich gegen 19-20 Uhr… als ich XBox gespielt habe. :P

Nun sitze ich im Wartezimmer… und habe gleich meinen Cardiotest auf dem Fahrrad… ich hasse es! Könnte so etwas nicht mal auf gemacht werden!

Wünscht mir Glück!

Was in der Zwischenzeit geschah...

Xbox 360 Elite - mein Ausgleichshobby

Hallo Leute,

hab mich ja nun ne Weile nicht gemeldet. Ganze zwei Wochen bin ich nun “out of order” für meinen Sport. Um gegen die Langeweile anzukämpfen habe ich mir nun eine xBox 360 zugelegt, die mich Momentan gut abzulenken vermag.

Da ich die Unterkunft in Senftenberg für den Ultra schon per Vertrag in der Tasche hatte, musste ich mich nun um die Stornierung kümmern. Von den 72 € für 6 Personen, muss ich nun 30 € als Stornogebühr zahlen. Für Run & Bike 2010 in Neuzelle hat mein Mitläufer Tino Drabek nun einen Ersatz für mich gefunden. Phillip Zacharias tritt nun an meiner Stelle beim Wettkampf an. Für mehr Läufe hatte ich mich noch nicht gemeldet, was wohl doch ganz gut war. Zu schade das ich so gut wie meinen gesamten Urlaub dieses Jahr, rund um meine Laufevents gelegt habe.

Auf der Suche nach meiner Krankheitsursache, war ich Freitag in meinem Fitnesscenter um mir den Blutdruck von meiner Anmeldung im letzen Jahr zeigen zu lassen. Ich hatte am 27.7.2009 sogar nur einen Blutdruck von 100/65 was im Prinzip zu wenig ist. Alles schon recht merkwürdig. Am Mittwoch bekomme ich mein 24 std EKG und einen Tag darauf bin ich dann beim Kardiologen. Ich bin echt gespannt, welche Handicaps dort auf mich warten.

Nach längerem überlegen hat Raik Lübbe entschieden, das Projekt nicht alleine zu laufen. Ich finde das ist ein feiner Zug von ihm. Ich glaube nur als Betreuer bei der ganzen Sache dabei  zu sein, wäre echt ne Qual für mich gewesen. So freue ich mich auf einen zweiten Anlauf mit Raik… in den kommenden Jahren.

Mfg Paule

“Wir kriegen dich wieder hin…!”

Medis gegen Hypertonie

Heute hatte ich wieder einen meiner vielen Arztbesuche. Um mir einen Ultraschall der Nieren zu ermöglichen, brauchte der Arzt noch eine Blutprobe von mir. Zuvor natürlich der Routine Blutdruckcheck… Werte aber unverändert 170/95 und auf dem anderen arm sogar 170/100. Daraufhin bekam ich heute meine ersten Medikamente Namens “Kinzalmono” in die Hand. Ein weiteres Kapitel in meinem körperlichen Verfall war aufgeschlagen. In der Dosis 40mg muss ich diese nun jeden Tag einnehmen um meinen Blutdruck aus der kritischen Zone zu holen. Nach einer Onlinerecherche wusste ich, dass die Medis à 28 Tabletten ca. 34 Euro kosten. Teurer Spass den hoffentlich die Krankenkasse bezahlt, wenn es zu einem Dauerschmankerl für mich wird. Ich junge 22 Jahre… belastungsunfähig und auf Tabletten angewiesen… der Arzt muss meinen Missmut erkannt haben. Doch dann sagte er… “Wir kriegen Dich schon wieder hin Junge… Du wirst wieder laufen können!”

Nach diesem Satz wurde mir wieder bewusst, “Es geht weiter… vielleicht ein Leben lang mit Medikamenten… aber ich werde wieder Sport treiben können! Irgendwann!”

MfG Paule

Citylauf - Mein Mädchen gibt Vollgas!

Jens der PB Rocker

Christiane und Tobias kurz vor dem Start

Am letzten Sonntag fand endlich der Citylauf 2010 statt, auf den meine Freundin und ich uns so lange schon gefreut haben. Da ich ja nicht mitlaufen konnte, war ich für sie aber als Sportfotograph und Betreuer dabei. An ihrer Seite lief Tobias, ein Freund aus ihrer Ausbildung. Darüber war ich sehr froh, weil ich ihr ja nun auf der Strecke nicht mehr beistehen konnte. Jens der an diesen Tag einen grandiosen 10k in ca. 49 min hinlegte, hatte ich leider nur noch kurz hinter der Zielgeraden erwischt. Von mir auf jeden Fall absolute Bewunderung für diese Leistung. ;) In seinem Blog gibts auch einen schönen Bericht aus seiner Sicht über das Event.

Nach dem Lauf für Kinder sollte nun um 12 Uhr der Startschuss für den Halbmarathon stattfinden. Für Christiane und Tobias hatte also bald die Stunde der Wahrheit geschlagen. Man konnte schon viele Läufer im professionellen Dress ihre Aufwärmrunden drehen sehen. Auf den erste Blick waren die beiden die jüngsten Teilnehmer des HMs. Ich positionierte mich dann mit meiner Kamera schon vor der fiebernden Masse um auch ja ein schönes Startfoto von den beiden zu erhaschen. Es gab einen Knall… die Meute hetzte an mir vorbei…

Von meiner Freundin war jedoch keine Spur… sollte sie etwa schneller gelaufen als mein Auge wahrnehmen kann? :P Ausserdem waren es letztendlich sehr wenige die wirklich beim HM teilnahmen. Da hatte ich bei anderen Läufen schon mehr gesehen. Von nun an hieß es für mich, Kamera unter den Arm und mit der Karte in der Hand immer Streckenteile anlaufen, bei den ich die beiden für einen tollen Schnappschuss erwische. Das klappte alles Recht gut, da der HM in 4 Runden durchlaufen wurde. Erst eine kleine Runde und dann 3 große durchlaufen, was ich als Aussenstehender aber sehr ungünstig fand. Lieber laufe ich doch am Schluss eine kleine Runde zur Motivation. Aber so oder so mussten die rund 21km gemeistert werden.

Auf der Überholspur am Elbufer

Die Traube die am Anfang startete verlief sich sehr schnell, wodurch ich immer schnell einsehen konnte wo die beiden waren. Komischer Weise habe ich nicht einen einzigen Verpflegungsstand gesehen während meiner Tour. Später erfuhr ich dann das es gerade mal einen einzigen Getränkepunkt gab, der dazu noch in der letzten Runde schon abgebaut wurde. Ganz Schwache Leistung meiner Meinung nach. Klar sind 22 Euro jetzt nicht der Höchstpreis für einen HM aber bitte,… einen Becher mit Wasser? Ganz schön übel. Wo meine Freundin sich doch noch kurz vor dem Lauf gegen ihren Trinkgürtel entschieden hat.

Im Rucksack hatte ich die Regenjacken der beiden, falls spontan ein Schauer eintreten sollte. Da ich zu diesem Zeitpunkt fix bei Mc Donalds etwas Zielverpflegung kaufen war, half das den beiden herzlich wenig. Dennoch haben beide es in 2:16 min ins Ziel geschafft. Für den ersten Halbmarathon der beiden… eine Leistung die sich echt sehen lassen kann. Ich dagegen hab so gut wie jedes Bild versaut. Alle ziemlich unscharf geworden. Ist wohl doch nicht so einfach Sportfotos zu machen. ;P Für die Präsentation hier reicht es zumindest.

Zusammen ins Ziel - Das perfekte Team

Zusammen ins Ziel - Das perfekte Team

Fazit des ganzes Tages… drei erfolgreiche Sportler bei einem ungünstig organisierten Event… mit einer Urkunde die etwas mickrig daherkam… und einem T-Shirt das man anhand der länge auch als Nachthemd tragen kann. Das nächste Jahr wird eine Teilnahme am Internationalen Citylauf wohl aus bleiben. Aber dennoch sind Sieger vervorgegangen… SIEGER DER HERZEN!!!

Sieger der Herzen